FLAMOX365 PCD - Product Configuration Definition
Worum geht es in diesem Dokument?
PCD steht für Product Configuration Definition: Gemeint ist hiermit ein strukturiertes, maschinenlesbares und systemübergreifend nutzbares Datenformat, mit dem konfigurierbare Produkte vollständig beschrieben werden können. PCD bildet nicht nur einfache Artikelstammdaten ab, sondern verbindet Produktinformationen, Variantenlogik, Preislogik, Herstellerartikelnummern, Stücklisten, Regeln, Bilder, Dokumente, technische Informationen und HTML-Artikelbeschreibungen in einer gemeinsamen Datei.
Das Format basiert auf JSON und wird über ein eigenes PCD JSON Schema validierbar gemacht. Dadurch ist klar definiert, welche Pflichtfelder vorhanden sein müssen, welche Strukturen zulässig sind und wie Produktdaten technisch verarbeitet werden können. Für FLAMOX365 ist PCD damit nicht nur ein Dateiformat, sondern ein zentraler Baustein für Produktdatenqualität, Konfigurationslogik, Herstellerintegration, Shop-Anbindung, Angebotsprozesse, Bestellprozesse und spätere Automatisierung.
Dieses Whitepaper erklärt von oben nach unten, was PCD ist, warum es benötigt wird, welche Bestandteile es enthält, wie Regeln und Varianten abgebildet werden, wie Bilder und Dokumente integriert werden, wie KI-generierte HTML-Artikelbeschreibungen eingebunden werden können und welche Möglichkeiten sich daraus für Hersteller, Händler, Ofenbauer, Online-Shops und FLAMOX365 ergeben.
Kurz gesagt: PCD macht aus komplexen Produktinformationen ein einheitliches, validierbares und weiterverarbeitbares digitales Produktmodell.
Inhaltsverzeichnis
1. Kurzfassung für Entscheider2. Warum PCD benötigt wird3. Was PCD ist4. Warum JSON und JSON Schema5. Grundstruktur einer PCD-Datei6. Produktdaten und Herstellerinformationen7. Bilder, Dokumente und Medienlogik8. HTML-Artikelbeschreibung und KI-Content9. Konfiguration, Varianten und Basisartikel10. Preislogik, Aufpreise und Rabatte11. Stückliste und Herstellerartikelnummern12. Regeln, Abhängigkeiten und Plausibilitäten13. Validierung, Qualitätssicherung und Versionierung14. PCD als Datenaustauschformat15. Einsatz in Shop, Angebot, Auftrag und Bestellung16. KI-gestützte Erstellung und Pflege17. Vereinfachtes PCD-Beispiel18. Nutzen für Hersteller, Betriebe und FLAMOX36519. Perspektive und Weiterentwicklung20. Häufige Fragen1. Kurzfassung für Entscheider
PCD ist das digitale Produktmodell für konfigurierbare Artikel in FLAMOX365. Es beschreibt ein Produkt so vollständig, dass daraus Konfiguratoroberflächen, Preisberechnungen, Stücklisten, Shop-Vorschauen, Angebotsdaten, Bestelldaten, Dokumentenbereiche und Artikelbeschreibungen erzeugt oder unterstützt werden können.
Kernaussage:
PCD ersetzt keine Hersteller-ERP-Systeme und auch keine bestehenden Produktdatenbanken. PCD schafft eine verbindende, strukturierte Austauschschicht zwischen Herstellerdaten, Fachbetriebsprozessen, Shop-Systemen, Angebotslogik und FLAMOX365. Damit werden komplexe Produktdaten nicht mehr nur als PDF, Excel-Tabelle oder Freitext verarbeitet, sondern als validierbares digitales Objekt.
| Thema | PCD-Zielbild |
|---|---|
| Format | JSON-basiertes, schema-validierbares Datenaustauschformat mit der Formatkennung PCD-JSON. |
| Produktdaten | Hersteller, Modell, interne Artikelnummer, Währung, Basisartikel, Varianten, Eigenschaften und technische Zusatzinformationen. |
| Konfiguration | Abbildung von Basisvarianten, auswählbaren Optionen, Optionswerten, Preisaufschlägen, Artikelnummern und Regeln. |
| Medien | Bilder, Galerien, technische Dokumente, Montageanleitungen, Datenblätter, Energielabels und weitere Dateien inklusive Sortierung und Rollenlogik. |
| Content | Einbindung einer HTML-Artikelbeschreibung, die redaktionell erstellt oder KI-gestützt generiert werden kann. |
| Prozessnutzen | Ein Produktmodell kann Konfigurator, Shop, Angebot, Auftrag, Bestellung, Stückliste und Herstellerintegration unterstützen. |
2. Warum PCD benötigt wird
In der Kamin- und Ofenbranche sind Produktdaten häufig sehr komplex. Ein Kaminofen, ein Systemkamin oder ein Kamineinsatz besteht nicht nur aus einer Artikelnummer und einem Preis. Viele Produkte haben unterschiedliche Grundvarianten, technische Ausführungen, Türanschläge, Verkleidungen, Speicherpakete, Anschlussvarianten, Zubehörteile, Montagekomponenten, Preisaufschläge, technische Grenzwerte und herstellerabhängige Besonderheiten.
Diese Informationen liegen in der Praxis oft verteilt vor: in Preislisten, PDF-Dokumenten, Katalogen, Excel-Dateien, Herstellerportalen, Bildern, technischen Datenblättern, Montageanleitungen und internen Erfahrungswerten. Das führt zu Medienbrüchen, manueller Prüfung, fehleranfälliger Angebotsbearbeitung und hohem Pflegeaufwand.
PCD löst dieses Problem, indem es die relevanten Produkt- und Konfigurationsinformationen in einer einheitlichen Datenstruktur bündelt. Statt Produktwissen nur in Dokumenten oder im Kopf einzelner Mitarbeiter vorzuhalten, wird es als maschinenlesbare Konfigurationsdefinition verfügbar.
3. Was PCD ist
PCD ist eine strukturierte Produktkonfigurationsdatei. Sie beschreibt, welche Produktvarianten es gibt, welche Optionen ausgewählt werden können, welche Preise daraus entstehen, welche Herstellerartikelnummern relevant sind und welche Medien oder Beschreibungen zum Produkt gehören.
Eine PCD-Datei kann als digitales Produktpaket verstanden werden. Sie enthält nicht zwingend die Binärdateien selbst, sondern verweist über URLs auf Bilder und Dokumente. Gleichzeitig enthält sie die Logik, die ein Konfigurator benötigt, um aus Eingaben eine gültige Produktkonfiguration zu berechnen.
PCD beschreibt Hersteller, Modell, interne SKU, Währung, technische Merkmale und begleitende Informationen.
PCD beschreibt Basisvarianten, Optionen, Optionswerte, Herstellerartikelnummern, Preisaufschläge und Variantenlogik.
PCD verknüpft Bilder und Dokumente mit Rollen, Kategorien, Prioritäten und optionalen Match-Kriterien.
PCD kann Angebots-, Bestell-, Shop-, Stücklisten- und Integrationsprozesse mit denselben Daten versorgen.
4. Warum JSON und JSON Schema
PCD basiert auf JSON, weil JSON leicht lesbar, weit verbreitet, plattformunabhängig und hervorragend für Schnittstellen, Webanwendungen und Validierung geeignet ist. Ein JSON-basiertes Format kann von modernen Frontends, Backends, Datenbanken, APIs, Validierungswerkzeugen und KI-Systemen verarbeitet werden.
Das PCD JSON Schema definiert die erlaubte Struktur. Es legt unter anderem fest, dass eine PCD-Datei grundlegende Bereiche wie format, schemaVersion, generatedAt, product, media, content und configuration enthalten muss.
Warum das wichtig ist:
Ohne Schema wäre jede PCD-Datei nur eine frei interpretierbare JSON-Datei. Mit Schema wird daraus ein prüfbarer Standard. Fehlerhafte Felder, fehlende Pflichtbereiche, falsche Datentypen oder nicht erlaubte Werte können automatisiert erkannt werden, bevor sie in Shop, Angebot, Bestellung oder Herstellerintegration weiterverarbeitet werden.
5. Grundstruktur einer PCD-Datei
Eine PCD-Datei besteht aus mehreren Hauptbereichen. Jeder Bereich erfüllt eine klare Aufgabe und sorgt dafür, dass fachliche, technische und kommerzielle Produktinformationen sauber voneinander getrennt bleiben.
| Bereich | Aufgabe |
|---|---|
$schema | Optionaler Verweis auf die Schema-Datei, mit der die PCD-Datei validiert werden kann. |
format | Formatkennung, aktuell PCD-JSON. |
schemaVersion | Version der verwendeten PCD-Struktur, im aktuellen Schema 2.1.5. |
product | Grundlegende Produktdaten wie Hersteller, Modell, interne SKU und Währung. |
manufacturerContact | Optionale Herstellerkontaktinformationen für spätere Dokumentation, Support- oder Bestellprozesse. |
energy | Optionale Energie- und Emissionsdaten, zum Beispiel Wirkungsgrad, Feinstaub, CO und Ecodesign-Kennzeichnung. |
logistics | Optionale Informationen zu Lieferzeit, Verfügbarkeit und Produktionsland. |
commerce | Optionale Informationen zur Preisgültigkeit. |
service | Optionale Angaben zu Garantie und Ersatzteilverfügbarkeit. |
media | Bilder und Dokumente inklusive URL, Titel, Rolle, Kategorie, Priorität und optionaler Zuordnung. |
content | Redaktionelle Inhalte wie eine HTML-Artikelbeschreibung. |
configuration | Herzstück der PCD-Datei: Basisartikel, Optionen, Preislogik, Variantencodierung und Regeln. |
6. Produktdaten und Herstellerinformationen
Der Bereich product beschreibt die grundlegende Identität eines Produktes. Dazu gehören der Hersteller, die interne Artikelnummer, die Modellbezeichnung und die Basiswährung. Diese Informationen bilden die Basis für Anzeige, Suche, Export, Angebot, Bestellung und spätere Zuordnung innerhalb von FLAMOX365.
Zusätzlich können Kontaktinformationen des Herstellers erfasst werden. Das ist besonders wertvoll, wenn aus einer Konfiguration später eine strukturierte Bestellung, eine technische Anfrage, ein Datenabgleich oder ein Herstellerprozess entstehen soll.
7. Bilder, Dokumente und Medienlogik
PCD kann Produktbilder und Dokumente strukturiert abbilden. Bilder werden nicht nur als einfache Links gespeichert, sondern können mit Alternativtexten, Rollen, Prioritäten und optionalen Match-Kriterien versehen werden. Dadurch kann ein Konfigurator beispielsweise Hauptbilder, Detailbilder, Variantenbilder oder optionale Medien gezielt anzeigen.
Auch Dokumente werden strukturiert erfasst. Dazu gehören zum Beispiel technische Datenblätter, Montageanleitungen, Bedienungsanleitungen, Energielabels, Maßzeichnungen, Preislisten-Auszüge oder Zertifikate. Über Felder wie documenttype, title, category, role und priority lassen sich Dokumente sortieren und gezielt darstellen.
Besonders wichtig:
PCD speichert Medien in der Regel nicht als Dateiinhalt, sondern als strukturierte Referenz. Dadurch bleiben Dateien zentral verwaltbar, können aktualisiert werden und sind trotzdem direkt im Konfigurator, in der Shop-Vorschau oder in späteren Angebots- und Bestellprozessen nutzbar.
8. HTML-Artikelbeschreibung und KI-Content
Der Bereich content kann eine vollständige HTML-Artikelbeschreibung enthalten. Diese Beschreibung kann manuell redaktionell erstellt, aus vorhandenen Herstellerinformationen abgeleitet oder KI-gestützt generiert werden. Entscheidend ist, dass die Beschreibung nicht nur als unstrukturierter Text irgendwo außerhalb des Produktmodells liegt, sondern direkt mit dem Produkt verbunden wird.
Für Online-Shops, Landingpages und Angebotsunterlagen ist das ein erheblicher Vorteil: Technische Daten, Nutzenargumente, Besonderheiten, FAQ-Elemente, Trust-Elemente, Download-Hinweise und suchmaschinenoptimierte Inhalte können gemeinsam mit dem Produktmodell gepflegt und ausgeliefert werden.
Die HTML-Beschreibung sollte redaktionell geprüft werden. KI kann sehr gut helfen, aus Herstellerdaten, technischen Datenblättern, Produktmerkmalen und Konfigurationsoptionen einen hochwertigen Erstentwurf zu erzeugen. Die finale Verantwortung für fachliche Richtigkeit, rechtliche Aussagen, technische Daten und werbliche Formulierungen bleibt jedoch beim Betreiber beziehungsweise beim jeweils verantwortlichen Unternehmen.
9. Konfiguration, Varianten und Basisartikel
Der Bereich configuration ist das Herzstück von PCD. Hier wird beschrieben, wie ein Produkt konfiguriert werden kann. Das aktuelle Schema sieht insbesondere die baseSkuMatrix und options als Pflichtbestandteile der Konfiguration vor.
9.1 Base SKU Matrix
Die baseSkuMatrix beschreibt die Basisvarianten eines Produktes. Sie besteht aus Dimensionen und konkreten Matrix-Einträgen. Eine Dimension kann zum Beispiel Bauform, Größe, Scheibenform, Türanschlag, Leistungsklasse oder eine andere Grundausprägung sein. Jeder Matrix-Eintrag enthält ein Match auf bestimmte Dimensionen, eine Bezeichnung, einen Basispreis und optional eine Herstellerartikelnummer.
9.2 Optionen
Optionen beschreiben zusätzliche auswählbare Eigenschaften. Das können Oberflächen, Farben, Zubehör, Anschlussvarianten, Speicherpakete, Steuerungen, Verkleidungen oder sonstige Merkmale sein. Jeder Optionswert kann einen Preisaufschlag, eine Herstellerartikelnummer oder zusätzliche Stücklistenpositionen enthalten.
9.3 Variant Coding
Über variantCoding kann eine Logik zur Ableitung oder Formatierung von Varianten- und Artikelnummern beschrieben werden. Das ist besonders nützlich, wenn aus Basisdimensionen und ausgewählten Optionen eine strukturierte, reproduzierbare Variantenkennung entstehen soll.
10. Preislogik, Aufpreise und Rabatte
PCD kann unterschiedliche Preislogiken unterstützen. Im Schema ist dafür unter anderem pricingMode vorgesehen. Damit kann beschrieben werden, ob ein Preis aus einer Basisvariante plus Aufpreisen entsteht, ob ausschließlich Matrixpreise relevant sind oder ob nur Optionspreise verwendet werden.
In einem typischen Anwendungsfall ergibt sich der Preis aus einem Basisartikel und mehreren ausgewählten Optionen. Die Basisvariante liefert den Grundpreis. Zusätzliche Optionswerte liefern Aufpreise oder eigene Positionen. Der Konfigurator kann daraus Gesamtpreis, Nettopreis, Bruttopreis, Rabattlogik und Preisdetails ableiten.
Wichtig für die Praxis:
PCD sollte klare Preisgültigkeiten enthalten, wenn Preise zeitlich begrenzt sind. Dafür kann der Bereich commerce mit priceValidFrom und priceValidUntil genutzt werden. So lässt sich später nachvollziehen, für welchen Zeitraum eine Produkt- oder Preisdatenbasis vorgesehen war.
11. Stückliste und Herstellerartikelnummern
Ein großer Vorteil von PCD ist die Verbindung zwischen Konfiguration und Stückliste. Optionswerte können Herstellerartikelnummern direkt enthalten oder zusätzliche Teile über parts definieren. Daraus kann eine Stückliste entstehen, die nicht nur für die Anzeige im Konfigurator, sondern auch für Bestellung, Disposition, Montagevorbereitung oder Herstellerübertragung genutzt werden kann.
Die Stückliste ist besonders wichtig, weil viele Produkte nicht als einzelner Artikel bestellt oder verarbeitet werden. Eine scheinbar einfache Auswahl im Konfigurator kann mehrere technische Komponenten, Zubehörteile, Montageelemente oder Ausführungsbestandteile auslösen. PCD macht diese Zusammenhänge sichtbar und maschinenlesbar.
12. Regeln, Abhängigkeiten und Plausibilitäten
Produkte sind nicht immer frei kombinierbar. Manche Optionen schließen sich aus, manche Optionen benötigen andere Optionen, manche Preise ändern sich in bestimmten Kombinationen und manche Ausprägungen sind nur für bestimmte Basisvarianten zulässig. Genau dafür gibt es den Bereich rules.
Eine Regel besteht aus einer Bedingung (when) und einer Folge (then). Über solche Regeln können unter anderem Preisänderungen, Hinweise, Anforderungen oder Abhängigkeiten beschrieben werden. Im aktuellen Schema sind beispielsweise overridePriceDelta, requiresAny und requiresAll vorgesehen.
Regeln machen PCD intelligent.
Ohne Regeln wäre PCD nur eine strukturierte Liste von Varianten und Optionen. Mit Regeln wird daraus ein fachliches Konfigurationsmodell, das Zusammenhänge abbilden, Plausibilitäten prüfen und ungültige oder unvollständige Konfigurationen verhindern kann.
13. Validierung, Qualitätssicherung und Versionierung
PCD-Dateien sollten vor der produktiven Nutzung validiert werden. Die Validierung prüft, ob die Datei formal dem Schema entspricht. Zusätzlich sollten fachliche Prüfungen erfolgen, die über das Schema hinausgehen: Sind Preise vollständig? Gibt es leere Artikelnummern? Sind Bilder erreichbar? Sind Pflichtdokumente vorhanden? Stimmen Optionswerte mit Regeln und Medien-Matches überein?
Die Versionierung erfolgt über schemaVersion. Dadurch kann FLAMOX365 nachvollziehen, welche Struktur eine PCD-Datei verwendet. Das ist wichtig, wenn das Format weiterentwickelt wird, ohne bestehende Produktdaten zu beschädigen.
14. PCD als Datenaustauschformat
PCD ist ausdrücklich als Datenaustauschformat gedacht. Hersteller können Produktinformationen strukturiert bereitstellen. FLAMOX365 kann diese Informationen importieren, validieren, anzeigen, konfigurieren und in weitere Prozesse überführen. Shop-Systeme können PCD-Daten nutzen, um Produktdetailseiten und Konfiguratoren zu erzeugen. Angebots- und Auftragssysteme können dieselbe Datenbasis verwenden, um Konfigurationen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass dieselbe Produktlogik nicht mehrfach manuell nachgebaut werden muss. Eine gepflegte PCD-Datei kann viele Stellen versorgen: Konfigurator, Shop, Angebot, Bestellung, Stückliste, Dokumentenbereich, Suche, Ratgeber und perspektivisch KI-gestützte Assistenzfunktionen.
15. Einsatz in Shop, Angebot, Auftrag und Bestellung
Im FLAMOX365-Kontext kann PCD an mehreren Stellen eingesetzt werden. Im Shop kann aus PCD eine Produktdetailseite mit Galerie, Downloads, Beschreibung und Konfiguration entstehen. Im Angebotsprozess kann dieselbe Konfiguration in eine Angebotsposition überführt werden. Im Auftragsprozess kann die Konfiguration dokumentiert, geprüft und für Bestellung oder Montage vorbereitet werden.
Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, aus einer Konfiguration eine strukturierte Bestellung zu erzeugen. Statt eine Bestellung manuell aus Katalogen und Preislisten zusammenzustellen, kann die PCD-basierte Konfiguration die relevanten Herstellerartikelnummern und Stücklistenpositionen liefern.
16. KI-gestützte Erstellung und Pflege
PCD eignet sich sehr gut für KI-gestützte Arbeitsprozesse. Eine KI kann aus vorhandenen Produktinformationen, Datenblättern, Preislisten, Bildern, Texten und Regeln Entwürfe für PCD-Dateien erstellen. Ebenso kann sie helfen, HTML-Artikelbeschreibungen zu formulieren, Variantenlogiken zu strukturieren, fehlende Informationen zu erkennen oder Inkonsistenzen in Produktdaten aufzudecken.
Die KI sollte dabei nicht als unkontrollierte automatische Quelle verstanden werden, sondern als produktiver Assistent. Der beste Prozess besteht aus: Daten sammeln, PCD-Entwurf erzeugen, Schema-validieren, fachlich prüfen, redaktionell freigeben und anschließend produktiv verwenden.
17. Vereinfachtes PCD-Beispiel
Das folgende Beispiel zeigt stark vereinfacht, wie eine PCD-Datei grundsätzlich aufgebaut sein kann. In produktiven Dateien sind die Daten meist deutlich umfangreicher.
{ "$schema": "https://www.flamox365.com/pcd/pcd.schema.json", "format": "PCD-JSON", "schema": "PCD Schema", "schemaVersion": "2.1.5", "generatedAt": "2026-06-04", "product": { "manufacturer": "Beispielhersteller", "internalSku": "KOXXXXX", "model": "Beispiel Kaminofen", "baseCurrency": "EUR" }, "media": { "images": [ { "url": "https://example.com/produktbild.webp", "alt": "Produktbild Beispiel Kaminofen", "role": "main", "priority": 1 } ], "documents": [ { "documenttype": "pdf", "title": "Technisches Datenblatt", "url": "https://example.com/datenblatt.pdf", "category": "technical", "priority": 1 } ] }, "content": { "descriptionHtml": "<h2>Beispiel Kaminofen</h2><p>KI-generierte, redaktionell prüfbare Artikelbeschreibung.</p>" }, "configuration": { "pricingMode": "baseSkuMatrixPlusAddons", "baseSkuMatrix": { "dimensions": [ { "key": "body", "label": "Korpus", "values": [ { "key": "standard", "label": "Standard" } ] } ], "items": [ { "match": { "body": "standard" }, "label": "Basisartikel Standard", "basePrice": 3490, "manufacturerArticleNo": "HERST-1000" } ] }, "options": [ { "key": "door", "label": "Türanschlag", "values": [ { "key": "left", "label": "links", "priceDelta": 0, "manufacturerArticleNo": "HERST-1001" } ] } ], "rules": [ { "id": "rule-door-left", "when": { "door": "left" }, "then": { "overridePriceDelta": 0 } } ] } }18. Nutzen für Hersteller, Betriebe und FLAMOX365
| Zielgruppe | Nutzen |
|---|---|
| Hersteller | Produkte können strukturiert, validierbar und integrationsfähig bereitgestellt werden. Komplexe Konfigurationslogik wird klarer dokumentiert und kann digital weiterverarbeitet werden. |
| Ofenbau-Betriebe | Angebote, Bestellungen und Produktberatungen werden sicherer, schneller und weniger fehleranfällig, weil Preise, Optionen, Dokumente und Stücklisten aus einer gemeinsamen Datenbasis kommen. |
| Online-Shops | Produktdetailseiten, Konfiguratoren, Galerien, Downloads und SEO-Beschreibungen können aus strukturierten Daten gespeist werden. |
| FLAMOX365 | PCD bildet eine stabile Grundlage für Konfigurator, Ratgeber, Angebotslogik, Auftragsverwaltung, Herstellerintegration und zukünftige Automatisierung. |
| Entwicklung & Integration | Ein klares Schema reduziert Interpretationsspielräume, vereinfacht Tests und macht Schnittstellen planbarer. |
19. Perspektive und Weiterentwicklung
PCD ist als ausbaufähiges Format gedacht. Es kann schrittweise erweitert werden, ohne den Grundgedanken zu verlieren: ein Produkt vollständig, strukturiert, validierbar und prozessfähig abzubilden. Perspektivisch können weitere Funktionen ergänzt werden, etwa erweiterte Regeltypen, komplexere Kompatibilitätslogiken, internationale Übersetzungen, kanalabhängige Inhalte, herstellerspezifische Exportprofile, API-Synchronisationen oder tiefere KI-Assistenz.
Wichtig ist dabei, dass Erweiterungen kontrolliert erfolgen. Ein Format wie PCD gewinnt seinen Wert durch Verlässlichkeit. Deshalb sollten neue Felder, Regeln und Strukturen immer versioniert, dokumentiert und validierbar eingeführt werden.
20. Häufige Fragen
Ist PCD ein Ersatz für ein PIM-System?
Nicht zwingend. PCD kann Daten aus einem PIM-System übernehmen oder ein PIM ergänzen. Der Schwerpunkt liegt auf der konkreten Konfigurationsfähigkeit, Preislogik, Stückliste und prozessfähigen Nutzung innerhalb von FLAMOX365.
Kann PCD auch einfache Produkte abbilden?
Ja. Auch einfache Produkte können als PCD modelliert werden. Der größte Nutzen entsteht jedoch bei Produkten mit Varianten, Optionen, Zubehör, Regeln, Medien und konfigurationsabhängigen Preisen.
Wer erstellt PCD-Dateien?
PCD-Dateien können durch FLAMOX365, Integrationspartner oder KI-gestützte Prozesse erstellt werden. Entscheidend ist, dass sie anschließend validiert und fachlich geprüft werden.
Kann PCD Bilder und Dokumente direkt enthalten?
PCD enthält in der Regel strukturierte Verweise auf Bilder und Dokumente, also URLs mit Metadaten. Dadurch bleiben Medien zentral verwaltbar und können in verschiedenen Oberflächen genutzt werden.
Kann eine KI eine vollständige PCD-Datei erzeugen?
Eine KI kann einen sehr guten Entwurf erzeugen, insbesondere wenn ihr strukturierte Ausgangsdaten, Preislisten, technische Daten und gewünschte Regeln bereitgestellt werden. Die finale Validierung und fachliche Freigabe sollte jedoch immer durch verantwortliche Personen erfolgen.
Warum ist ein Schema notwendig?
Das Schema sorgt dafür, dass PCD-Dateien nicht beliebig aufgebaut sind. Es schafft Verbindlichkeit, Prüfbarkeit und Kompatibilität zwischen Konfigurator, Shop, Backend, Import, Export und späteren Integrationen.
Zusammenfassung
PCD ist die Grundlage, um komplexe Kamin- und Ofenprodukte digital wirklich nutzbar zu machen. Es verbindet Artikelstammdaten, Varianten, Preislogik, Regeln, Medien, Dokumente und Content in einem JSON-basierten, schema-validierbaren Format. Damit entsteht ein digitales Produktmodell, das nicht nur angezeigt, sondern berechnet, geprüft, exportiert, bestellt, integriert und perspektivisch KI-gestützt verarbeitet werden kann.
Fragen zu PCD oder der Konfigurator-Integration?
Wir sprechen gerne transparent über PCD-basierte Prozesse innerhalb von FLAMOX365: